Schwingt freudig euch empor, BWV 36c

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Schwingt freudig euch empor
BWV 36c
Kantate av Johann Sebastian Bach
Sjanger Koral
Periode Barokken
Komponert 1725
Første framføring 1725
Publiseringsdato 1857
Typisk lengd 25:28
Satsar 9

Schwingt freudig euch empor, BWV 36c, er ein verdsleg kantate komponert av Johann Sebastian Bach.

Han vart komponert i Leipzig, truleg i 1725 og truleg som ein hyllest til ein av lærarane til Bach (kanskje Johann Matthias Gesner). Det finst indikasjonar på at kantaten vart framført i april eller mai 1725.

Teksten er truleg skriven av Christian Friedrich Henrici (Picander)[1][2][3].

Instrumentering og struktur[endre | endre wikiteksten]

Stykket er instrumentert for oboar d'amore, bratsj d'amore, fiolinar I/II, bratsj og basso continuo, i lag med tre songsolistar (sopran, tenor, bass) og firedelt kor.

Det består av ni satsar:

  1. (Koral): «Schwingt freudig euch empor» for kor, obo d'amore, strykarar og continuo .
  2. Resitativ: «Ein Herz, in zärtlichem Empfinden» for tenor og continuo.
  3. Arie: «Die Liebe führt mit sanften Schritten» for tenor, obo d'amore og continuo.
  4. Resitativ: «Du bist es ja» for bass og continuo.
  5. Arie: «Der Tag, der dich vordem gebar» for bass, strykarar og continuo.
  6. Resitativ: «Nur dieses Einz'ge sorgen wir» for sopran og continuo.
  7. Arie: «Auch mit gedämpften, schwachen Stimmen» for sopran, bratsj d'amore og continuo.
  8. Resitativ: «Bei solchen freudenvollen Stunden» for tenor og continuo.
  9. Koral & Recitativi: «Wie die Jahre sich verneuen» for tenor, bass og sopran solistar, kor, obo d'amore, strykarar og continuo.

Tekst[endre | endre wikiteksten]

1. (Koral)
Schwingt freudig euch empor und dringt bis an die Sternen,
Ihr Wünsche, bis euch Gott vor seinem Throne sieht!
Doch, haltet ein! ein Herz darf sich nicht weit entfernen,
Das Dankbarkeit und Pflicht zu seinem Lehrer zieht.

2. Resitativ (tenor)
Ein Herz, in zärtlichem Empfinden,
So ihm viel tausend Lust erweckt,
Kann sich fast nicht in sein Vergnügen finden,
Da ihm die Hoffnung immer mehr entdeckt.
Es steiget wie ein helles Licht
Der Andacht Glut in Gottes Heiligtum;
Wiewohl, der teure Lehrerruhm
Ist sein Polar, dahin, als ein Magnet,
Sein Wünschen, sein Verlangen geht.

3. Arie (tenor)
Die Liebe führt mit sanften Schritten
Ein Herz, das seinen Lehrer liebt.

Wo andre auszuschweifen pflegen,
Wird dies behutsam sich bewegen,
Weil ihm die Ehrfurcht Grenzen gibt.


4. Resitativ (bass)
Du bist es ja, o hochverdienter Mann,
Der in unausgesetzten Lehren
Mit höchsten Ehren
Den Silberschmuck des Alters tragen kann.
Dank, Ehrerbietung, Ruhm,
Kömmt alles hier zusammen;
Und weil du unsre Brust
Als Licht und Führer leiten musst,
Wirst du dies freudige Bezeigen nicht verdammen.

5. Arie (bass)
Der Tag, der dich vordem gebar,
Stellt sich vor uns so heilsam dar
Als jener, da der Schöpfer spricht:
Es werde Licht!

6. Resitativ (sopran)
Nur dieses Einz'ge sorgen wir:
Dies Opfer sei zu unvollkommen;
Doch, wird es nur von dir,
O teurer Lehrer, gütig angenommen,
So steigt der sonst so schlechte Wert
So hoch, als unser treuer Sinn begehrt.


7. Arie (sopran)
Auch mit gedämpften, schwachen Stimmen
Verkündigt man der Lehrer Preis.

Es schallet kräftig in der Brust,
Ob man gleich die empfundne Lust
Nicht völlig auszudrücken weiß.

8. Resitativ (tenor)
Bei solchen freudenvollen Stunden
Wird unsers Wunsches Ziel gefunden,
Der sonst auf nichts
Als auf dein Leben geht.

9. Koral & Recitativi
Wie die Jahre sich verneuen,
So verneue sich dein Ruhm!

Tenor

Jedoch, was wünschen wir,
Da dieses von sich selbst geschieht,
Und da man deinen Preis,
Den unser Helikon am besten weiß,
Auch außer dessen Grenzen sieht?
Dein Verdienst recht auszulegen,
Fordert mehr, als wir vermögen.

Bass

Drum schweigen wir
Und zeigen dadurch dir,
Dass unser Dank zwar mit dem Munde nicht,
Doch desto mehr mit unserm Herzen spricht.
Deines Lebens Heiligtum
Kann vollkommen uns erfreuen.

Sopran

So öffnet sich der Mund zum Danken,
Denn jedes Glied nimmt an der Freude teil;
Das Auge dringt aus den gewohnten Schranken
Und sieht dein künftig Glück und Heil.
Wie die Jahre sich verneuen,
So verneue sich dein Ruhm!

Kjelder[endre | endre wikiteksten]

  1. Finlay, I. (1950). Bach's Secular Cantate Texts. Music and Letters, 189-195.
  2. Christoph Wolff (Eds.): Die Welt der Bach-Kantaten, Metzler/Bärenreiter, Stuttgart und Kassel, 3 Bände Sonderausgabe 2006 ISBN 3-476-02127-0
  3. C. S. Terry og D. Litti, Bach's Kantate Libretti, Journal of the Royal Musical Association 1917 44(1):71-125; doi:10.1093/jrma/44.1.71

Bakgrunnsstoff[endre | endre wikiteksten]